Das Hünengrab bei Plaaz um 1955


Mittlerweile hat das dritte Jahrtausend begonnen, die 'guten alten Zeiten', in denen in Mecklenburg noch alles hundert Jahre später kam, sind vorbei. Das Plaazer Hünengrab hat zwar auch die letzten Gereationen überdauert. Umgeben von intensiver Landwirtschaftsfläche stellt es heute aber nichts wirklich Sehenswertes mehr dar.
Der Weg zum Schmooksberg wird nicht mehr von den beschriebenen Bauern- oder Neubauern-Siedlungen gesäumt, lediglich der in den letzten Jahren entstandene Kempke-Hof, der mit seinen Weideflächen für edles Pferdevieh recht dominant das Landschaftsbild der unbewaldeten Südhänge des Schmooksberges bestimmt - ja es auf eindringliche und untypische Weise dominiert -, liegt rechts an der nicht viel befahrenen Straße von Plaaz nach Tolzin.
Wie schon zu Zeiten der 'Belagerung' des Berges durch die sowjetischen Streitkräfte, ist die besondere Lage Grund für den Betrieb der Anlage, die mit ihrer Antenne einen Rundumblick von XXX km hat.
Dafür ist es mit mit dem Rundumblick für Berg-Besteiger aber eher schlecht bestellt. Daran ist jedoch nicht die Radar-Anlage schuld, vielmehr verhindert der hohe Baumbewuchs einen guten Blick nach Nord-Ost bis Süd. Bei gutem Wetter ist es aber keim Problem, in nördlicher Richtung das NEPTUN-Hotel in Rostock zu erkennen. In dieser Blickrichtung liegt auch der Flugplatz Kronskamp der Bundesluftwaffe, der seit Jahren dem zivilen Flughafen Rostock-Laage 'Unterschlupf' gewährt. Schon mit bloßem Auge gut zu erkennen sind die Hangars des Ende der achtziger Jahre errichteten ehemalig modernsten NVA-Flugplatzes.
2001: Heute ist Kronskamp-Laage der einzige Standort der NATO, auf dem die legendäre MIG29 stationiert ist. Die Maschinen wurden 1990 von der NVA übernommen und teilen sich heute den Platz mit uralten Phantom-Kisten, die sie aller Wahrscheinlichkeit nach aber tatsächlich noch überleben werden. Probleme bei der Beschaffung der nötigen Ersatzteile für die schnell verschleißenden Triebwerke der MIG29 sollen wohl Grund für die baldige Außerdienst-Stellung der russischen Jäger sein.
2008: Mittlerweile ist der Flugplatz mit den europäischen Prachtstücken der militärischen Luftfahrt-Industrie den Euro-Fightern ausgestattet. Kaum leiser als die russischen Vorgänger, macht's fast keinen Unterschied,
was da die Luft zerreißt.








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